Autonomieprojekt Chocó

Im Jahre 1993 begann die Partnerschaft des Klimabündnis Vorarlberg mit dem Chocó. Das Ziel dieser entwicklungspolitischen Kooperation war von Anfang an die Stärkung der lokalen Bevölkerung sowie deren Unterstützung in ihrem Bestreben, den eigenen Lebensraum zu gestalten und ein nachhaltiges Bewirtschaften und damit Überleben zu ermöglichen.

Die bisherigen Erfolge der Klimabündnis-Partnerschaft zeigen die Möglichkeiten der Unterstützung in einem Prozeß der Selbstbestimmung und einer zukunftsfähigen Lebensweise im Einklang mit der Natur auf.

Grundlegende Motive für das Autonomieprojekt
Erforschung und Systematisierung des gesamten traditionellen Wissens und Handelns aller Dorfgemeinschaften in Fragen der Rechtssprechung, des Sozialwesens, der Kultur und Religion sowie des nachhaltigen Wirtschaftens, um in einem konsensual-demokratischen Prozess zu einer Sicherung, Stärkung und Verankerung sowie Umsetzung der verfassungsmäßig zuerkannten Autonomierechte zu gelangen.

Was sollte das Autonomieprojekt bewirken?
Es diente zur Rekonstruktion und Restauration der indianischen und afrokolumbianischen Völker im Chocó als Gegengewicht zum Genozid und Ethnozid. Deshalb waren die territoriale und soziale Kontrolle sowie die Ethno-Entwicklung (Plan des Lebens) die drei Achsen des Autonomieprojektes. Ein autonomes Volk braucht eine eigene Regierung mit Normen basierend auf kulturellen Werten, welche eine eigene Geschichte sowie Zukunftsvisionen haben.
Angestrebt wurden politische und rechtliche Reformen in Kolumbien (z.B. gegen die ökonomische, nicht nachhaltige Globalisierung und Privatisierung u.a.m.).

Zentrale Themen des Autonomieprojektes:
Autonomie und Selbstbestimmung
Autonomie und Soziale Kontrolle
Autonomie und Territoriale Kontrolle 
Autonomie und Plan des Lebens (Ethno-Entwicklungslan)
Stärkung der Gemeinschaft und Autonomie gegenüber den bewaffneten Gruppen
Stärkung der interethnischen Beziehungen

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