Bericht über die Biogas-Anlagen im Chocó

Die Stadt Feldkirch hat dem Klimabündnis Vorarlberg 7.300 Euro zur Verfügung gestellt, damit im Projektgebiet Chocó/Kolumbien 10 Biogas-Anlagen errichtet werden können. Im Februar 2011 konnte ich mir vor Ort ein Bild über die Biogas-Anlagen machen.

Erleichterung für den Alltag durch eine kleine Biogasanlage

Es wurden 3 Anlagen in den Indianerdörfern Sabaleta, Playa Alta und Rio Playaund, 1 Anlage auf dem Schulzentrum im Dorf Guadua, sowie 5 Anlagen auf den Kleinbauernhöfen von Carlos Bedoya, Carlos Unzua, Fabian Madrid, Maria Isabelina Ramirez und German Ramirez errichtet.

Carlos Bedoya sagt: „Das ist ein Segen Gottes, es ist ein großes Geschenk. Jetzt müssen wir kein Brennholz mehr suchen, was täglich früh am Morgen eine riesige Arbeit darstellte und jeden Tag wurde es schwieriger Holz in der Nähe zu finden. Außerdem können wir uns jetzt viele Geld ersparen, das wir vorher für den Kauf von Gas und zum Teil auch für Holz benötigten, um Kochen zu können. Jetzt können wir dieses Geld für Bohnen ausgeben. Wir sind dem Klimabündnis sehr dankbar.”

Der Ortsvorsteher des Indianerdorfes von Sabaleta sagt: „Wir wussten nicht, dass man mit dem Mist der Tiere Gas produzieren kann. Jetzt müssen wir kein Holz mehr suchen, das bedeutet weniger Arbeit und das ist sehr gut so. Es ist sehr gut was das Klimabündnis Vorarlberg macht.“

Carlos Unzuga meint: „Meine Frau ist sehr zufrieden und die Maisfladen sind mit der Bio-Gasflamme besser getoastet. Bisher haben wir für Gas pro Monat 60.000 Pesos (ca. 24 Euro) benötigt. Mit den Ersparnissen konnten wir nun noch ein weiteres Schwein kaufen. Wir sind Christen und danken Gott für die Hilfe von Klimabündnis.“

Guillermo Pino fügt noch hinzu: “Die Wahrheit ist, dass das Biogas-Projekt einen sehr großen Impact verursacht hat und es liegen bereits weitere 15 Ansuchen von Kleinbauern vor, die ebenfalls einen Biogasanlage errichten möchten. Klimabündnis wurde durch dieses Projekt noch sichtbarer.“


Pro Anlage traten Kosten von $ 1.936.000 Pesos (775 Euro) auf. Die 10. Anlage konnte noch nicht realisiert werden, da wegen dem schlechten Wechselkurs des Euro noch 115 Euro fehlen. Dieses Geld wurde bereits von Klimabündnis Vorarlberg zur Verfügung gestellt, damit auch die geplante 10. Anlage errichtet werden kann.


Abschließend möchte ich mich im Namen des Klimabündnisses Vorarlberg ganz herzlich bei der Stadt Feldkirch und besonders bei Marlene Thalhammer bedanken, dass sie es ermöglicht haben ein so wichtiges Projekt realisieren zu können.


Bericht vom 30.05.2011
von Heinz Allgäuer-Hackl

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