Erdbeben im Chocó

Jetzt gemeinsam den Wiederaufbau unterstützen

Am 10. August 2026 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 die kolumbianische Provinz Chocó getroffen. Besonders betroffen ist die Region rund um San José de Palmar, das Epizentrum des Bebens.
Die ersten Berichte zeigen schwere Schäden an Wohnhäusern, Schulen und anderen gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen. Auch wichtige Zufahrtswege wurden durch Erdrutsche unterbrochen. In mehreren Gebieten gibt es Todesopfer und Verletzte.
Gleichzeitig ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden noch nicht bekannt. Viele abgelegene ländliche und indigene Gemeinschaften können aufgrund unterbrochener Verkehrs- und Kommunikationswege weiterhin nicht erreicht werden.

Seit mehr als 30 Jahren an der Seite des Chocó

Wir kennen die Region und ihre Menschen nicht erst seit dem Erdbeben.

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir mit Partnerorganisationen im Chocó zusammen. Diese gewachsenen Beziehungen ermöglichen es uns, die Unterstützung gemeinsam mit unseren Partner:innen vor Ort zu planen und über bestehende Strukturen umzusetzen.

Die Projekte werden gemeinsam vereinbart und die Verwendung der Spenden wird durch finanzielle und inhaltliche Berichte dokumentiert. Über die weitere Entwicklung und die Verwendung der Spenden informieren wir öffentlich.

Wir halten Sie auf dem Laufenden

Die Situation im Chocó entwickelt sich laufend weiter. Sobald belastbare Informationen aus den betroffenen Gebieten vorliegen, informieren wir über die weitere Entwicklung und darüber, welche Wiederaufbaumaßnahmen mit den Spenden unterstützt werden.

Ihre Spende hilft beim Wiederaufbau: Sie werden insbesondere eingesetzt für:

Gemeinschaft: die Reparatur und den Wiederaufbau gemeinschaftlich genutzter Einrichtungen.

Lokale Infrastruktur: die Instandsetzung wichtiger Einrichtungen und Infrastruktur, die für das tägliche Leben der Menschen vor Ort notwendig sind.

Jetzt helfen

Jeder Beitrag hilft, den Wiederaufbau vor Ort zu ermöglichen.

Spendenkonto Österreich
Klimabündnis Vorarlberg
IBAN: AT32 3742 2000 0007 8709
BIC: RVVGAT2B422
Verwendungszweck: „Erdbebenhilfe Chocó

Hinweis: Spenden an das Klimabündnis Vorarlberg sind derzeit nicht steuerlich absetzbar.

Bereits 10.800 € für den Wiederaufbau gesammelt!
Vielen Dank!

Dank der unglaublichen Solidarität von Menschen aus Vorarlberg, Österreich und dem deutschsprachigen Raum konnten wir bereits 10.800 € für den Wiederaufbau im Chocó sammeln.

Von Herzen Danke! Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen vor Ort setzen wir die Spenden transparent und dort ein, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Rio atrato 2017

Die aktuelle Situation im Chocó

Schwere Schäden rund um das Epizentrum: Besonders betroffen ist die Region um San José de Palmar. Dort wurden zahlreiche Schäden an Wohnhäusern und ländlichen Schulen gemeldet. Die einzige Landverbindung ist durch Erdrutsche unterbrochen.

Auch Quibdó stark betroffen: In der Hauptstadt des Chocó wurden zahlreiche Schäden an öffentlicher und sozialer Infrastruktur gemeldet. Die Wiederaufbauarbeiten haben mit kleinen Maßnahmen zur Instandsetzung einiger Häuser begonnen. In Quibdó, leben jedoch viele Familien in Zelten in Notunterkünften.

Abgelegene indigene Gemeinschaften schwer erreichbar: Aus Vigía del Fuerte werden bislang nur leichte Schäden gemeldet. Am 28. August kam es jedoch zu einem Brand, bei dem sieben Häuser zerstört wurden. Die dortige Emberá-Schule ist intakt. Aus den 35 indigenen Emberá-Gemeinschaften liegen Informationen vor, wonach es keine Schwerverletzten gibt und die Schäden an der Infrastruktur (Wohnhäuser und Schulen) gering waren. Die traditionelle Bauweise lässt sich leichter reparieren.

Aktuelle Bilanz im Chocó*

12 Todesopfer

310 Verletzte

12.317 betroffene Familien

43.258 betroffene Menschen

3.521 zerstörte Wohnhäuser

19.412 beschädigte Wohnhäuser

267 betroffene Schulen & Bildungseinrichtungen

*Info von FISCH 20, August 2026

Schwere Zerstörungen in El Cairo: Aus dem direkt angrenzenden El Cairo wird berichtet, dass schätzungsweise mehr als 80 % der Wohnhäuser ganz oder teilweise beschädigt sind. Auch Schulen und Kirchen wurden beschädigt. Es gibt Todesopfer.

Unsere Partner:innen in der Region Serrania (San José del Palmar und El Cairo) Derzeit legen die Partner:innen den Schwerpunkt auf den Wiederaufbau der Produktions- und Gemeinschaftsinfrastruktur auf der Grundlage des ökologischen Bauens mit Guadua (einer dickeren Bambusart), das erdbebensicher und langlebig ist. Damit sollen die Produktionskapazitäten der bäuerlichen Familien wiederhergestellt werden, die vom Erdbeben stark betroffen sind.

Verkehrswege vielerorts unterbrochen: Erdrutsche haben Straßen und Zufahrtswege in mehreren Gebieten blockiert. Dadurch sind betroffene Gemeinden teilweise nicht erreichbar und der Zugang zu Hilfsgütern und Einsatzkräften erschwert.

Das gesamte Ausmaß ist noch nicht bekannt: Stromausfälle, eingeschränkte Internet- und Telefonverbindungen sowie blockierte Verkehrswege erschweren die Erhebung der Schäden. Besonders über die Situation abgelegener ländlicher und indigener Gemeinschaften fehlen weiterhin verlässliche Informationen. Auch jetzt noch, nach drei Wochen, ist der Zugang zu Strom und Internet weiterhin eingeschränkt.

Hier geht es zu den Presseaussendungen

Unsere Projektkoordinatorin steht für Ihre Fragen zur Verfügung:

Carolina Osorio Rogelis
+ 43 (0) 650-234 41 17