Am 21. März 2026 wurden im Rahmen des Klimabündnis-Lehrgangs „Mobilität für Alle“ die Ergebnisse aus dem Projekt „PARADIES“ diskutiert und weitergedacht. Ziel des Lehrgangs ist es, ein fundiertes Basiswissen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität, die alle Bevölkerungsgruppen einbezieht und ökologische, soziale sowie altersgerechte Aspekte berücksichtigt – in der Gemeinde, der Stadt und auf Bezirksebene – zu vermitteln. Dabei wird insbesondere auf die Bedürfnisse jener Bevölkerungsgruppen eingegangen, die in der Mobilitätsplanung häufig übersehen werden – etwa Kinder und Jugendliche, ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Der Vormittag befasste sich mit dem Thema „Mobilität mit Weitblick“, das an vier interaktiven Thementischen behandelt wurde. Hier wurden Impulse gesetzt und anschließend gemeinsam Ideen, Erfahrungen und Lösungen rund um inklusive und zukunftsfähige Mobilität diskutiert.
Gesundheit, Bewegung und Lebensqualität
Welche Herausforderungen haben Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen in den Gemeinden? Vorgestellt wurden hilfreiche Daten und Erkenntnisse aus dem Projekt „PARADIES“ sowie Methoden der Datenerhebung und Bürger:innenbeteiligung, um lokale Herausforderungen besser zu erkennen. Es wurde deutlich, wie wichtig fundierte Datenerhebung für kommunale Entscheidungen ist. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Datenerhebungspläne und setzten sich mit Methoden der Bürger:innenbeteiligung auseinander.
Erreichbarkeit als Schlüssel zur Teilhabe
Wie erreichen Menschen mit Behinderung und ältere Menschen ihre Ziele – und wie erreichen Angebote diese Menschen? Diskutiert wurden Möglichkeiten, wie Gemeinden Senior:innen besser erreichen und so Teilhabe stärken können – durch verständliche, altersgerechte Kommunikation, geeignete Medien und barrierefreie Angebote. Ein besonderer Fokus lag auf vorhandenen Ressourcen und deren Nutzung.
Analoge Maßnahmen und digitale Unterstützer
Vorgestellt wurden einfache, wirkungsvolle Maßnahmen im öffentlichen Raum, wie die „Rolli-Runde“ und unterstützende Technologien wie Apps, Infoseiten oder digitale Kummerkästen. Praxisbeispiele zeigten, wie digitale Tools und analoge Angebote sinnvoll kombiniert und so passende Lösungen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung umgesetzt werden können.
Von der Idee zur Umsetzung
Was braucht es, damit Konzepte zu realen Veränderungen werden? Anhand konkreter Beispiele wurde erarbeitet, wie kommunale Maßnahmen erfolgreich umgesetzt und langfristig verankert werden können. Das „Plan–Do–Check–Act“-Modell diente dabei als praktisches Werkzeug.
„Demokratie braucht Bürgerbeteiligung, sonst kriegen die Menschen Frust.“
„Information schafft Vertrauen!“
„Sie kämpfen sich durch“ (Einschätzung zur Situation älterer Menschen, wenn es um Gehinfrastruktur im ländlichen Raum geht)
Am Nachmittag folgte ein besonders eindrücklicher Teil des Tages: die Exkursion durch Wiener Neudorf. Ausgestattet mit Rollstühlen, Rollmobil, Krücken und Brillen, die unterschiedliche Sehbeeinträchtigungen simulierten (Grüner Star, Grauer Star etc.) und einer Spiegelbox, die die Umwelt aus der Kinderperspektive erfahrbar macht, konnten die Teilnehmenden einen Eindruck gewinnen, welche Herausforderungen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Alltag begegnen können.
Dabei galt es, alltägliche Aufgaben wie das Überqueren von Straßen, das Bedienen von Automaten oder das Finden von Sitzgelegenheiten zu bewältigen. Die Teilnehmenden stießen dabei immer wieder auf Hindernisse – sei es durch den abfallenden Gehsteig, der das Manövrieren im Rollstuhl erschwert, durch den Grauen Star, der es praktisch unmöglich macht, Geld abzuheben oder „einfach“ einkaufen zu gehen.
Die anschließende Reflexion zeigte klar:
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